Gründe dafür, dass wir alle eine Mission zu erfüllen haben.

 

Jeden Tag erfüllen tausende von Menschen eine Mission, ohne dass es ihnen bewusst ist. Wenn der Arbeitgeber den Angestellten zum Kunden schickt oder wenn der Junge für die Mutter zum Laden um die Ecke läuft, dann erfüllen beide eine Mission. Denn das Wort „Mission“ bedeutet nichts anderes als geschickt sein, um einen Auftrag zu erfüllen. Gott hat uns auserwählt, errettet und uns einen Auftrag gegeben. ER will, dass Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen erkennen, dass Jesus allein Herr und Retter ist und nur ER den Menschen das geben kann, was sie wirklich brauchen. Und sollte jemand Sie fragen, warum diese Mission denn so wichtig sei, dann können Sie z. B. folgende Gründe nennen:

 


Gottes Verherrlichung

Das ultimative Ziel für die Menschheit ist nicht die Errettung von Menschen, sondern die Anbetung Gottes. Mission ist nötig, weil Gott nicht die Ehre bekommt, die ihm zusteht. Sollten alle Menschen errettet sein, ist Mission nicht mehr nötig, aber die Anbetung Gottes wird bleiben – für alle Ewigkeit. Mission heißt, unsere Mitmenschen in die Verherrlichung Gottes zu führen. Das geht natürlich nur dadurch, dass wir selbst ein Gott verherrlichendes Leben führen – durch unsere Worte, unsere Taten und unsere Beziehungen. Die Schlussfolgerung ist: jeder Christ ist ein Missionar.

§       Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm! Offenbarung 7,10

 


Gottes Herrschaft

Das erste der 10 Gebote sagt, dass Gott allein Gott ist und wir keine anderen Götter anbeten sollen. Das Neue Testament wird noch klarer und sagt: Jesus Christus ist HERR. Mission bedeutet, diese Botschaft zu proklamieren – vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Gottes Ziel ist es, dass nicht nur wir Christen, sondern auch die jetzt noch unerreichten Menschen gemeinsam mit uns niederknien und bekennen: Jesus ist Herr.

§       Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern! Denn der HERR ist groß und hoch zu loben, mehr zu fürchten als alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. Hoheit und Pracht sind vor ihm, Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum. Ihr Völker, bringet dar dem HERRN, bringet dar dem HERRN Ehre und Macht! Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe! Ps. 96,3

 


Gottes Wille

Vom Sündenfall an war es Gottes Wille, die Menschen zurück zu Ihm zu bringen. Die Bibel gibt zahllose Beispiele, wie Gott Menschen beruft, um an Seiner Stelle zur Versöhnung mit Gott aufzurufen. Alle Nationen liegen Gott am Herzen und er möchte sie segnen und zurückgewinnen. Auch Israels Zweck war es, ein Zeugnis und Segen für die anderen Nationen zu sein. Für jeden Christen gilt: was Gott auf dem Herzen liegt, sollte auch unser Anliegen sein.

§       Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 1. Mose 12,3

§       Höret, alle Völker! Merk auf, Land und alles, was darinnen ist! Denn Gott der HERR hat mit euch zu reden, ja, der Herr aus seinem heiligen Tempel. Micha 1,2

 


Gottes Segen

Gott hat durch die Menschheitsgeschichte hindurch immer wieder gezeigt, dass Er es gut mit uns meint. Mission bedeutet, die Güte Gottes Publik zu machen – zum Segen der Zuhörer. Jeder, der Gottes Liebe und Barmherzigkeit erlebt hat, kann eigentlich nicht anders, als anderen von Gott zu erzählen. Und das Gute ist: unsere Mission dient nicht nur den Ungläubigen zum Segen, sondern auch uns selbst. Wie Patrick Johnstone treffend sagt: „Wer für die Erfüllung des Planes Gottes lebt, der Missionierung der ganzen Erde, lebt ein wirklich lebenswertes Leben, das ihn selbst am meisten bereichert und zugleich den größtmöglichen Sinn macht.“

§       Lobet den HERRN, der zu Zion wohnt; verkündigt unter den Völkern sein Tun. Ps. 9,12

§       Ich will deinen Namen kundmachen von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewig. Ps. 45,18

 

 

 

 

Gründe für die Mission unter Flüchtlingen in Deutschland

 

1. Gott selbst liegen die Flüchtlinge am Herzen.

Die Bibel macht es klar: Gott liebt die Flüchtlinge. Immer wieder ermahnt Gott uns durch sein Wort, dass wir sie so behandeln sollen wie unsere eigene Familie. (z.B. in 3. Mose 19,34) Für Gott sind die vielen Asylbewerber weder ein Problem noch eine Gefahr, sondern eine Chance an uns Christen, Gottes Liebe praktisch widerzuspiegeln.

 


2. Viele Asylbewerber sind offen für das Evangelium
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Die neueste Shell-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass nur noch für 34 % der Jugendlichen in den alten Bundesländern und nur 14 % in den neuen die Frage nach Gott noch wichtig ist. Ganz anders sieht es jedoch bei den ausländischen Jugendlichen in Deutschland aus: für 63 % von ihnen spielt Religiosität eine wichtige Rolle. Bei Flüchtlingen ist diese Zahl wahrscheinlich noch höher, denn viele bringen furchtbare Erinnerungen mit sich und sehen keine Zukunft für ihr Leben. Sie sehnen sich nach Trost und Hoffnung. Andere kommen mit dem Wunsch nach Deutschland, endlich das Christentum aus erster Hand kennen zu lernen. Sie sind gespannt auf die „Religion des Westens“, jedoch leider zu Recht entsetzt über den moralischen und geistlichen Zustand unseres „christlichen Abendlandes“. Gott möchte diesen Flüchtlingen die Chance geben, den echten Kern des Christentums kennen zu lernen – durch Menschen wie Sie und mich.

 


3. Flüchtlinge sind die Tür zur Außenwelt
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Flüchtlinge kommen von überall her, aus dem Irak, der Türkei, Jugoslawien, Vietnam, Russland, Afghanistan und vielen anderen Ländern. Viele davon sind islamisch, und das Beschäftigen mit dem Evangelium ist fast unmöglich und oft lebensgefährlich. Erst hier in Deutschland haben sie die Freiheit, sich mit dem Evangelium zu beschäftigen. Für uns Christen ist das eine einmalige Chance, Menschen aus anti-christlichen Ländern gefahrlos mit dem Evangelium zu erreichen.

 


4. Flüchtlinge sind die effektivsten Missionare
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Stellen Sie sich vor, ein Asylbewerber bekehrt sich in Deutschland. Nach einiger Zeit geht er zurück in seine Heimat. Dort erzählt er seiner Familie und Bekannten von Jesus Christus, der ihm Freiheit und Freude gebracht hat. Was für ein Missionar! Er musste keine fremde Sprache erlernen und sich nicht an die Kultur gewöhnen, bevor er das Evangelium verständlich und überzeugend weitersagen konnte. Ein Flüchtling, der als missionarisch gesinnter Christ zurück in seine Heimat geht, kann viel effektiver und kostengünstiger das Evangelium verbreiten als ein ausländischer Missionar.